Die Stadt Pazin ist das administrative Zentrum von Istrien. Im Herzen der Halbinsel gelegen, gehört es zum Grünen Istrien und somit bietet es, außer kultureller Denkmale auch zahlreiche Naturschönheiten. In der Gegend der Stadt leben ca. 9000 Einwohner.

Die Lebensspuren über den Abgrund der Pazincica datieren aus dem Jahr 1500 v. Ch. In dieser Zeit der Bronze hatten die Einwohner der Klippen in Pazin nur Scherben von Keramik gelassen. Pazin als „Castrum Pisinum“ wurde zum ersten Mal in der Urkunde vom Kaiser Otto II aus dem Jahr 983 erwähnt. Die Bildung der Grafschaft in Zentralistrien fand parallel mit der venezianischen Besetzung der Städte entlang der Küste, in Südistrien und im Tal des Flusses Mirna statt. Diese Teilung verursacht Intoleranz die die nächsten fünf Jahrhunderte die politische Geschichte Istriens markiert. Die Bewohner der Halbinsel, geteilt zwischen dem österreichischen Adler und dem venezianischen Löwen, sind oft aneinandergeraten und es kam gelegentlich zu Kriegen und großem Blutvergießen (...).

Pazin ist am bekanntesten für zwei komplett verschiedene Sachen, eine Naturschönheit und ein kulturelles Erbe; die Pazin Höhle und der Paziner Markt. 

Unter den Kastel, in der Höhle von Pazin, endet die Pazincica ihren überirdischen Strom und geht unterirdisch weiter zum Süden. Ca. 100 m unter dem Niveau der Stadt bildet der Fluss zwei unterirdische Seen, miteinander mit einem Siphon verbunden. In Zeiten von starken Regen kann die Öffnung das ganze Wasser nicht aufnehmen und ein echter See, manchmal auch bis 2 km lang, wird gebildet. So was entstand 1883, 1896, 1930, 1934, 1935, 1961, 1964, 1974, 1993, 2002 (zweimal), 2008 und 2009. Die Schlucht der Pazincica ist den Besuchern als ein Lehrwanderweg erreichbar und bei Ankündigung werden auch speläologische Abenteuer bis zum unterirdischen See veranstaltet. Die besondere Paziner Höhle zieht seit alten Zeiten die Aufmerksamkeit vielen die die Ehre hatten sie zu besuchen, und wie den Kastel, finden wir sie in den Werken vieler Reiseschriftsteller (Valvasor, Petronio, Yriarte) und sie war eine Inspiration für mehrere Schriftsteller, wie Jules Verne, Vladimir Nazor, Dante und andere.

Die Tradition des Paziner Markt jeden ersten Dienstags im Monat findet seit 1574 statt, als Pazin die Erlaubnis für den Markt für Landwirtschaftliche und Viehprodukte der Einwohner aus der Gegend bekam. Der Paziner Markt ist heute noch der größte monatliche Markt in Istrien. Die traditionellen Produkte haben seit längeren den Platz den kommerziellen Produkten hinterlassen. Heute sind es meistens Marktstände mit Produkten aus Textil, Obst, Gemüse und Blumen. Auf diesen Markt werden immer noch verschiedene Schmiedwaren aus den lokalen Schmiedereien gefunden.

Pazin war in der Zeit des Sozialismus eine industrielle Stadt mit mehreren Unternehmen (Puris, Pazinka, Istraplastika, ...) in welchen die Mehrheit der Einwohner beschäftigt war. Mit dem Zusammenbruch von Jugoslawien wurden die Unternehmen ausgeraubt und die Arbeiter aufgelöst. Heute hat Pazin die Wirtschafsstruktur geändert, das Fundament der Wirtschaft stellen kleine und mittlere Familienunternehmen dar, sowie große Einzelhändler die ganz Istrien überschwemmt haben. Aufgrund fehlender Arbeitsstellen hat ein Teil der Einwohner Tourismus, genauer das Vermieten von Ferienwohnungen und Ferienhäuser, als Gelegenheit für Einkünfte erkannt. In der Gegend von Pazin wurden zahlreiche Ferienhäuser und Villen mit Pool gebaut die ausschließlich der Vermietung dienen. Die Häuser sind gut besetzt und bringen der Entwicklung der Region bei.

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